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Jugend für das Leben zur systematischen Löschung von Kommentaren auf Social Media durch die FAZ und WAZ: „So wird die Meinungsbildung manipuliert und die Meinungsfreiheit untergraben!“

Allgemein

Mittwoch, 20. Mai 2026

Die Jugend für das Leben, Jugendinitiative der Aktion Lebensrecht für Alle e.V., kritisiert die mutmaßlich systematische Löschung von pro-life Kommentaren auf Social Media durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). 

Am 19. Mai 2026 postet die FAZ auf Instagram einen Beitrag zum Thema Fehlgeburt.1 Der Embryo bzw. Fötus wird darin als „ungeborenes Kind“ bezeichnet. Am 20. Mai kommentiert der christliche Influencer, Theologe und Autor Markus Voss: „Finde ich gut, dass ihr den Mut habt, ein Kind im Bauch auch ,Kind’ zu nennen.“2 Wenig später ist der Kommentar und die daraufhin gefolgte Diskussion nur noch für Markus Voss selbst zu sehen. Repostings seines Kommentars in den Storys anderer Accounts verschwinden. Auch die Jugend für das Leben hatte den Kommentar in ihrer Story gepostet. „Story nicht verfügbar“3 heißt es nun. In einer Story-Umfrage durch die Jugend für das Leben bestätigen auch andere Instagram-Nutzer:4 Der Kommentar ist nicht mehr da. Betroffen ist auch der Pastor der Freikirche „Gemeinde Detmold-Nord“, Jonas Eberhardt. Er weist mit seinem Kommentar unter dem Beitrag der FAZ ebenfalls auf die Doppelmoral hin, dass im Kontext Fehlgeburt der Embryo bzw. Fötus plötzlich „ungeborenes Kind“ genannt werden darf: „@faz (sinngemäß): ,Kinder im Mutterleib sind Kinder, nur eben ungeboren!’ Stark, dass ihr die Wahrheit beim Namen nennt“5. 

Nur einen Tag zuvor agiert die WAZ ähnlich: Am 18. Mai postet diese auf ihren regionalen Instagramaccounts @waz_essen und @waz_ruhrgebiet ein Reel zum Thema Abtreibung.6 Eine „Betroffene“, Sibel Schick, Journalistin und Autorin, kommt darin zu Wort, die die ersatzlose Streichung von Paragraf 218 fordert. Mindestens missverständlich, möglicherweise vorsätzlich falsch informierend stellt das Video sie als Opfer dar, das durch Paragraf 218 in Lebensgefahr geraten sei. Aufgrund der verpflichtenden Beratung hätte die Abtreibung nicht rechtzeitig durchgeführt werden können. Schick hatte eine Lungenembolie, die jedoch behandelt werden kann, ohne Mutter oder Kind in Lebensgefahr zu bringen; der Schwangerschaftsabbruch sollte daher nicht aufgrund medizinischer Indikation erfolgen – in diesem Fall wäre eine Abtreibung in Deutschland ohne Beratungspflicht und Bedenkzeit möglich. Auf diese Fehlinformation weist die Jugend für das Leben in einem Kommentar am 19. Mai hin.7 Auch dieser verschwindet. 

„Es ist ironisch, wenn Sibel Schick, die mit ihrem Buch Mein Körper – wessen Entscheidung und Auftreten viel mehr Aktivistin als Betroffene ist, kommentiert: ,Wie gut, dass Menschen hier mehrheitlich für die Streichung des Paragrafen 218 […] sind’8 – natürlich scheint das so zu sein, wenn die Kommentare Andersdenkender gelöscht werden. Wenn Medien systematisch Kommentare Andersdenkender einschränken, wird die Meinungsbildung manipuliert und die Meinungsfreiheit untergraben!“, so Maria Frey, stellvertretende Vorsitzende der Jugend für das Leben und Studentin der Medienwissenschaft. „Gerade für so große und bekannte Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung ist es ein Armutszeugnis, wenn das für unsere Demokratie so wichtige Menschenrecht und durch die Verfassung geschützte Grundrecht der freien Meinungsäußerung nicht geschützt, sondern verraten wird.“


1 Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung [@faz]. (2026, 19. Mai). Nach der Fehlgeburt zurück an den Arbeitsplatz… [Instagrampost]. Instagram. https://www.instagram.com/p/DYhl6kBHOV3/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=NTc4MTIwNjQ2YQ== Abgerufen am 20.05.2026. Anhang: Grafik 1.

2 Kommentar von @markusvossde auf den Beitrag der FAZ (siehe Fußnote 1). Anhang: Grafik 2.

3 Anhang: Grafik 3. 

4 Vgl. Anhang: Grafik 4. 

5 Kommentar von @jonas_eberhardt.dt auf den Beitrag der FAZ (siehe Fußnote 1). Anhang: Grafik 5.

6 Vgl. Westdeutsche Allgemeine Zeitung [@waz_essen / @waz_ruhrgebiet]. (2026, 18. Mai). Das Warten auf den Schwangerschaftsabbruch wird für sie lebensgefährlich… [Reel]. Instagram. https://www.instagram.com/reel/DYd-OSQja_z/?igsh=cncxanhlMjAwN2M5 Abgerufen am 20.05.2026. Anhang: Grafik 6.  

7 Vgl. Anhang: Grafik 7.

8 Kommentar von @sibelschick auf den Beitrag der WAZ (siehe Fußnote 6). Anhang: Grafik 8.

 

Anhang

Grafik 1: Frankfurter Allgemeine Zeitung [@faz]. (2026, 19. Mai). Nach der Fehlgeburt zurück an den Arbeitsplatz… [Instagrampost]. Instagram. https://www.instagram.com/p/DYhl6kBHOV3/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=NTc4MTIwNjQ2YQ== Abgerufen am 20.05.2026.

Grafik 2: Kommentar von @markusvossde auf den Beitrag der FAZ

Grafik 3

Grafik 4

Grafik 5: Kommentar von @jonas_eberhardt.dt auf den Beitrag der FAZ. Screenshot des Kommentars von Jonas Eberhardt.

Grafik 6: Westdeutsche Allgemeine Zeitung [@waz_essen / @waz_ruhrgebiet]. (2026, 18. Mai). Das Warten auf den Schwangerschaftsabbruch wird für sie lebensgefährlich… [Reel]. Instagram. https://www.instagram.com/reel/DYd-OSQja_z/?igsh=cncxanhlMjAwN2M5 Abgerufen am 20.05.2026.

Grafik 7: Kommentar der @jugendfuerdasleben.de auf das Reel der WAZ.

Grafik 8: Kommentar von @sibelschick auf den Beitrag der WAZ.

21. Mai 2026
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Maria Frey https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Maria Frey2026-05-21 10:13:402026-05-21 10:13:40Jugend für das Leben zur systematischen Löschung von Kommentaren auf Social Media durch die FAZ und WAZ: „So wird die Meinungsbildung manipuliert und die Meinungsfreiheit untergraben!“

Münchner Marsch fürs Leben 2026 – Ein Tag für das Leben

Allgemein

Bei der Jugend für das Leben stand der 18.04.2026 ganz im Zeichen des Aktivismus für den Lebensschutz. Am Vormittag lud die Jugend für das Leben zu einem Vortrag mit dem Thema „Erfolgreicher Aktivismus“ ein. Dabei ging es darum, wie wir den Lebensschutz in der Gesellschaft positiv hervorheben können – angefangen bei kleinen alltäglichen Gesten über Aktionen, wie sie die Jugend für das Leben bereits umsetzt, bis hin zur Mitwirkung an Gesetzesentwürfen.

Anschließend kam es zu einer regen Diskussion. Auch Fragen zur Wirkung verschiedener Aktionen und zu den Reaktionen von Passanten wurden ausgiebig erörtert.

Natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt. So konnten sich die Jugendlichen vor dem Marsch noch einmal mit Butterbrezeln und Getränken stärken.

Nach dem Vortrag machten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den Weg zum Königsplatz. Dort versammelten sich zahlreiche Lebensschützer und folgten der Einladung des Vereins Stimme der Stillen e.V. zum Münchner Marsch fürs Leben 2026. Laut Polizei nahmen 4.500 Menschen am Marsch fürs Leben teil, an der Gegendemonstration 4.000.

Während vonseiten des Marsches alles friedlich verlief, kam es seitens der Pro-Choicer wiederholt zu Störungen. So musste der Marsch beispielsweise für kurze Zeit anhalten und wurde anschließend von der Polizei über einen anderen Weg zurück auf die ursprüngliche Route geführt. Zudem seien Verstöße wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie Erregung öffentlichen Ärgernisses festgestellt und angezeigt worden.

Die Teilnehmer des Marsches ließen sich davon jedoch nicht entmutigen, nutzten die Wartezeiten mit Kartenspiel und zogen schließlich fröhlich und gut gelaunt zurück zum Königsplatz.

Ein so erfolgreicher und motivierender Tag sollte natürlich nicht einfach zu Ende gehen. Aus diesem Grund hatten die Jugend für das Leben Deutschland sowie die Jugend für das Leben Österreich zusammen mit ProLife Europe e.V. eine Party organisiert: ein „Pro Life Get Together“. Dort konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Tag in angenehmer Runde bei angeregten Gesprächen, schwungvollem Tanz oder bei einem Feierabendbier ausklingen lassen.

29. April 2026
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Maria Frey https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Maria Frey2026-04-29 18:26:192026-04-29 18:26:19Münchner Marsch fürs Leben 2026 – Ein Tag für das Leben

Marsch für das Leben in Lissabon endet mit versuchtem Brandanschlag – Jugend für das Leben: Lebensschützer sind nicht mehr sicher

Allgemein

Am Samstag (21.03.2026) ist der „Marcha Pela Vida“ (Marsch für das Leben) in Portugals Hauptstadt Lissabon von einem versuchten Brandanschlag überschattet worden. Wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa noch am Samstagabend berichtete, warf eine Person einen Brandgegenstand in die Menschenmenge.

Nach Angaben der Polizei handelte es sich dabei um einen improvisierten Molotow-Cocktail, der jedoch nicht explodierte, so die portugiesische Zeitung Expresso am 22. März. Die Brandflüssigkeit traf mehrere Teilnehmer, verletzt wurde jedoch niemand. Festgenommen wurde im Anschluss ein 39-jähriger Mann, der laut Polizei Teil einer anarchistischen Gruppe ist. 

Der „Marcha Pela Vida“ setzt sich für den Schutz des Lebens sowie gegen Sterbehilfe und Abtreibung ein. Lusa zufolge nahmen nach Angaben der Organisatoren rund 4.000 Menschen an der Veranstaltung teil.

„Auch in Deutschland zeigte Anfang Februar der Angriff auf eine Gebetsmahnwache von Lebensrechtlern in Koblenz auf erschreckende Weise, welches Ausmaß Hass und Gewaltbereitschaft von ,Pro Choicern’ annehmen kann“, kritisiert die stellvertretende Vorsitzende der Jugend für das Leben, Maria Frey. Über den Vorfall berichtete die evangelische Nachrichtenagentur IDEA. Unter anderem erlitt ein Teilnehmer ein Schädel-Hirn-Trauma, drei weitere wurden verletzt. 

„In der Öffentlichkeit wird stets über drohende Gewalt vonseiten der Abtreibungsgegner gesprochen, sodass 2024 sogar ein Gesetz gegen sogenannte Gehsteigbelästigung im Bundestag verabschiedet wurde, obwohl es keine gemeldeten Vorfälle gibt. Während der Vorwurf gegen Lebensschützer also frei erfunden zu sein scheint, ist die Gewalt von „Pro-Choice-Gruppen“ Realität. Neben Lissabon und Koblenz verdeutlicht dies auch der jüngste massive Farbanschlag auf das Beratungszentrum der Pro-Life Organisation 1000plus Profemina in Heidelberg.“ In der Nacht vom 5. auf den 6. März 2026 warfen Aktivisten Farbbeutel auf die Fassade des Gebäudes, verursachten einen Sachschaden von wohl über 25.000 Euro, so IDEA. 

„Wer sich für die unantastbare Würde jedes Menschen einsetzt, ist offenbar nicht mehr sicher. Das ist zutiefst beunruhigend und erschreckend. Um der wachsenden Gewaltbereitschaft entgegenzuwirken, ist es nun umso wichtiger, dass wir über Fragen des Lebensrechts und der Selbstbestimmung auch zwischen den Lagern wieder ins Gespräch kommen. Andernfalls werden sich die Fronten weiter verhärten. Als Jugend für das Leben appellieren wir an jeden, ob ,pro life’ oder ,pro choice’: Lasst uns im persönlichen Gespräch und Miteinander wieder anfangen, uns gegenseitig als Menschen mit Wert und Würde zu sehen und auch so zu behandeln.“

24. März 2026
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Maria Frey https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Maria Frey2026-03-24 12:58:342026-03-24 12:58:34Marsch für das Leben in Lissabon endet mit versuchtem Brandanschlag – Jugend für das Leben: Lebensschützer sind nicht mehr sicher

Kongress „Kinder und Kommerz“

Allgemein

Auf dem Fachkongress der ALfA und des Minimal Invasiv Center Hünfeld vor zwei Wochen durften wir mehr über Leihmutterschaft, ihre Hintergründe und Abgründe erfahren. 

👋Die Begrüßung der ALfA Bundesvorsitzenden Cornelia Kaminski machte deutlich: Unerfüllter Kinderwunsch kann sehr schmerzhaft sein, es geht nicht darum, Paare, die Leihmutterschaft in Anspruch nehmen, zu verurteilen. 🤍

✊Eva Engelken (Ass. Jur.) von Frauenheldinnen e.V. zeigte in ihrem Vortrag auf: Leihmutterschaft ist in DE verboten 🚫 und wird trotzdem hier vermarktet 💰 – offen bewerben Leihmutterschaftsagenturen ihre Angebote auf Messen wie „Wish for a Baby“. Frauenheldinnen unternimmt dagegen konkrete juristische Schritte und ist auf unser aller Mithilfe angewiesen.

📖 Dr. Felix Böllmann (Rechtsanwalt) von ADF erklärte, wie Leihmutterschaft gegen das Völkerrecht verstößt und grundlegend Kinderrechte untergräbt. 

🩺 PD Dr. Dr. Kai Witzel vom Minimal Invasiv Center Hünfeld sprach über die Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte sowie die Rolle der Industrie in der Medizin. Er zeigte anhand konkreter Zahlen, was für ein riesiger und wachsender Markt Leihmutterschaft ist. 

🧑‍🧒‍🧒 Birgit Kelle, Autorin und Journalistin, ging unter anderem auf eine weitere Opfergruppe ein, die oft übersehen wird: Geschwisterkinder.

🤰Besonders eindrücklich erzählte Olivia Maurel, Sprecherin der Declaration of casablanca aus ihrem eigenen Leben als Kind einer Leihmutter, der Suche nach ihrer Mutter und wie sie ihren Bruder kennenlernte, mit dem sie nie eine gemeinsame Kindheit, ein ganz normales Geschwisterleben haben durfte. 

Sie hat auch ein Buch geschrieben (unbezahlte Werbung).

➡️ Diese und die weiteren Vorträge können nachträglich angesehen werden auf dem YouTube-Kanal von EWTN.

 

23. März 2026
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Maria Frey https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Maria Frey2026-03-23 14:17:552026-03-23 14:17:55Kongress „Kinder und Kommerz“

Bildungscamp in Mühldorf am Inn

Allgemein

Rund 10 junge Menschen, begeistert vom Lebensrecht jedes Menschen, kamen am letzten Wochenende in Mühldorf am Inn zusammen, um sich mit dem Thema Kommunikation im Lebensschutz auseinanderzusetzen. Wie kommt bei meinem Gegenüber an, was ich sagen will? Wie höre ich richtig zu? Zu diesen und anderen Fragen gab es Vorträge und Workshops. Am Ende verteilten wir 150 Rosen in Altötting, um auf unsere Unterstützungsinitiativen aufmerksam zu machen und mit Passanten ins Gespräch zu kommen.

17. März 2026
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Maria Frey https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Maria Frey2026-03-17 14:09:312026-03-17 14:11:26Bildungscamp in Mühldorf am Inn

My voice, my choice: Sollte die EU Abtreibungen finanzieren?

Allgemein

Im Pro Life Forum, dem Online-Debattierabend der Jugend für das Leben, diskutieren wir aktuelle Themen im Lebensschutz. Am 27. Januar 2026 ging es um die Frage: „Sollte die EU Abtreibungen finanzieren?“

Dieses Thema gewann an Bedeutung, als am 16. Dezember 2025 die Forderungen der Bewegung „My Voice, My Choice“ im Europäischen Parlament diskutiert wurden. Die zentrale Forderung: Die EU soll einen Mechanismus schaffen, der den „Zugang zu einer sicheren Schwangerschaftsunterbrechung (sic!)“1 gewährleisten und finanziell unterstützen soll. So könnten Frauen aus EU-Mitgliedstaaten, in denen Abtreibungen nicht oder nur eingeschränkt möglich sind, mit finanzieller Unterstützung in Länder mit liberalerer Gesetzgebung reisen und dort eine Abtreibung vornehmen lassen – es geht also um Abtreibungstourismus.

Der Vorwurf lautet, dass der eingeschränkte Zugang zu Abtreibungen soziale Ungleichheit und finanzielle Benachteiligung fördere, da Frauen, die insbesondere von Armut betroffen sind, in vielen Ländern viel Geld ausgeben müssten für eine Abtreibung oder sich bei einer restriktiven Gesetzgebung in ihrem Heimatland eine Reise in ein anderes Land nicht leisten könnten. Wenn es den Befürwortern jedoch tatsächlich um Hilfe für Menschen in Armut ginge, könnte man sich schnell darauf einigen, dass die geforderten EU-Gelder in Hilfsorganisationen investiert würden statt in Abtreibungstourismus.

Abtreibung als Gesundheitsleistung zu bezeichnen, so auch die WHO2, vertuscht dabei zum einen, dass einer der Beteiligten die Abtreibung nicht überlebt: das Baby. Zudem kann es sich nicht um eine förderliche Gesundheitsleistung handeln, wenn Frauen danach vielfach mental und physisch leiden und weitere Hilfen in Anspruch nehmen müssen. Derselbe Trugschluss liegt vor, wenn von „sicheren Abtreibungen“ gesprochen wird. Es gibt keine sichere Abtreibung, weil das Kind in jedem Fall stirbt und die Frau häufig schwere Folgen erleidet.

„My Voice, My Choice“ betont zwar, die Souveränität der einzelnen Länder zu respektieren und die Finanzierung als freiwilliges Programm anzusehen, alle ihre Forderungen zielen jedoch darauf ab, konservativere Länder zu diffamieren und ihre strengeren Gesetzgebungen gezielt zu umgehen.3 Die Vision ist klar: Bei Abtreibungen soll immer das liberalste Land in der EU den Ton angeben. Strengere Länder wie Polen oder Ungarn sollen unter Druck gesetzt werden, ungeachtet dessen, dass es sich bei diesen Mitgliedstaaten um Demokratien mit Eigenverantwortlichkeit handelt.

Unsere Schlussfolgerung: Das Leben und die Würde aller Menschen – sowohl von Frauen als auch von Babys im Mutterleib – bleibt EU-weit unantastbar. Lasst uns EU-Gelder in die Hand nehmen und echte Hilfe leisten, indem wir den Frauen beistehen, emotional, finanziell und mit Taten!

Es hat uns Spaß gemacht, gemeinsam das Thema genauer zu beleuchten, uns eine Meinung zu bilden und unsere Argumentation zu schärfen. Sei gerne das nächste Mal mit dabei, egal, welche Meinung du hast, wir bieten dir Raum zum Nachdenken und ins Gespräch kommen.


1 So die offizielle Pressemitteilung des Europäischen Parlaments vom 17.12.2025: https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20251211IPR32167/parlament-unterstutzt-my-voice-my-choice-initiative.

2 World Health Organization (2022), Abortion care guideline: https://iris.who.int/server/api/core/bitstreams/59a704cc-4024-412a-97d9-55d86d139602/content.

3 Laut der Pressemitteilung (s. Anm. 1) zeigten sich die EU-Abgeordneten „zutiefst besorgt über zunehmende Rückschritte bei Frauenrechten und der Gleichstellung der Geschlechter in Europa und weltweit, einschließlich der Rücknahme sexueller und reproduktiver Rechte“.

16. März 2026
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Maria Frey https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Maria Frey2026-03-16 11:59:002026-03-16 11:59:00My voice, my choice: Sollte die EU Abtreibungen finanzieren?

Die Turnaway-Studie

Allgemein, Wissen
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2. März 2026
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Maria Frey https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Maria Frey2026-03-02 23:43:592026-03-16 12:00:09Die Turnaway-Studie

Patricia erzählt von ihrer Fehlgeburt

Allgemein
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28. Februar 2026
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Maria Frey https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Maria Frey2026-02-28 19:21:002026-03-02 12:20:16Patricia erzählt von ihrer Fehlgeburt

Ein Wochenende für das Leben – Engagement rund um den Marsch für das Leben in München 

Allgemein

Ein sehr gelungener Marsch für das Leben mit einem jungen Publikum 

Am Freitagabend eröffnete PD Dr. Dr. Kai Witzel das Wochenende mit einem beeindruckenden Vortrag zum Thema „Meine Autonomie und mein Sterben“. Der Facharzt für Chirurgie und ständige Diakon sprach über Patientenverfügungen und ethische Fragen rund um das Thema Sterbehilfe. Organisiert wurde der Abend vom ALfA-Regionalverband München unter der Leitung von Antonia Egger, die die zahlreichen Gäste herzlich begrüßte. Besonders erfreulich war die rege Teilnahme der Jugend für das Leben, deren Mitglieder den Vortrag mit großem Interesse verfolgten. 

Am Samstagvormittag lud die Jugend für das Leben zu einem Workshop mit dem Thema „Auftreten in Interviews“ ein. In Kleingruppen wurde erarbeitet, wie man sich in Gesprächen mit Medien selbstsicher und authentisch präsentiert. Fragen zur Körpersprache, zur inneren Haltung und zum Umgang mit kritischen Rückfragen standen im Mittelpunkt – eine wertvolle Vorbereitung für alle, die sich öffentlich für das Lebensrecht einsetzen. 

Nach dem Workshop ging es in die Münchner Innenstadt: In kleinen Gruppen zogen die Jugendlichen über die Kaufinger Straße in Richtung Königsplatz. Mit der Rosenaktion kamen sie mit Passanten ins Gespräch, verteilten Blumen mit Infokarten der Jugend und luden dazu ein, über den Wert und die Würde jedes menschlichen Lebens nachzudenken. Eine aktive und wirkungsvolle Form der Lebensschutzarbeit. 

Am Samstagnachmittag versammelten sich auf dem Königsplatz zahlreiche Unterstützer zum offiziellen Auftakt des Marsch für das Leben. Unter ihnen viele junge Familien, Ordensleute, Priester und engagierte junge Erwachsene. Die Mitglieder der ALfA betreuten zahlreich die Infostände von ALfA und Jugend für das Leben, verteilten Fähnchen und standen für Gespräche zur Verfügung. Darüber hinaus stellten sich die Jugendlichen den Fragen verschiedener Medienvertreter – sowohl von öffentlich-rechtlichen als auch von christlichen Medien. Diese waren auf dem Königsplatz präsent und begleiteten später auch den Marsch für das Leben. Dabei konnten die Jugendlichen das frisch erworbene Wissen aus dem Workshop am Vormittag direkt anwenden – ein gelungener Praxistest und ein sichtbares Zeichen für ihr Engagement.  

27. Mai 2025
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 Julia Syrek https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg Julia Syrek2025-05-27 11:44:282025-05-27 11:45:17Ein Wochenende für das Leben – Engagement rund um den Marsch für das Leben in München 

Der 7 Weeks Pro-Life Kurs geht in die nächste Runde

Allgemein
Bald ist es wieder so weit! SEVEN WEEKS – unser Online Pro Life Kurs startet in die nächste Runde 🥳
Von Aschermittwoch 5. März bis zum 16. April 2025 bilden wir dich für dein Engagement im Lebensschutz aus. Das beste daran ist: Alles nach deinem Zeitplan. Wenn du mitmachen willst, schreib uns eine Mail und wir senden dir das Kursmaterial kostenfrei zu.

Jede Woche behandelt der Kurs ein wichtiges Lebensschutzthema.

  • Woche 1: Warum bin ich pro-life?
  • Woche 2: Vorgeburtliche Entwicklung
  • Woche 3: Abtreibungsmethoden
  • Woche 4: Mann und Frau im Schwangerschaftskonflikt
  • Woche 5: Die Gesellschaft und Abtreibung
  • Woche 6: Sterbehilfe, Suizid, Selbstmord und assistierter Suizid
  • Woche 7: Was kann ich tun?

Du kannst alles auf eigene Faust durcharbeiten – PDF, Audios und Videos stehen dir dazu zur Verfügung. Du kannst aber auch an dem optionalen Treffen über Zoom teilnehmen, in dem wir Fragen klären und uns gegenseitig austauschen.

Wir freuen uns auf dich!

20. Februar 2025
https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg 0 0 daniela bernhardt https://jugend.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2024/04/Jugend-fuer-das-Leben-ALfA-eV-Logo.svg daniela bernhardt2025-02-20 12:18:552025-02-20 14:11:35Der 7 Weeks Pro-Life Kurs geht in die nächste Runde
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