Die Turnaway-Studie
Eine von Pro Choicern oft zitierte problematische Studie – #5 methodische Probleme
Der folgende Text ist dem Artikel Wissenschaftliche Analyse der „Turnaway-Studie“ und Folgen für die Gesundheit von Frauen von Dr. med. Michael Kiworr, Alexandra Maria Linder M.A. und Prof. Dr. med. Paul Cullen entnommen (abgerufen am 08.05.2025 von https://www.alfa-ev.de/wp-content/uploads/2021/04/Die-Turnaway-Studie-Volltext.pdf). Für den ganzen Artikel inklusive Quellen sei darauf verwiesen.
Die „Turnaway-Studie“ untersuchte abtreibungswillige schwangere Frauen aus Abtreibungspraxen in den gesamten USA.
„Turnaway“ heißt „abweisen“, jedoch wurde keine Frau, die an dieser Studie teilgenommen hat, irgendwo „abgewiesen“, sondern eine Abtreibung war bei einigen Frauen nach den Regeln der beteiligten Abtreibungskliniken
nicht mehr möglich, weil die Schwangerschaft zu weit fortgeschritten war. Bei den Frauen in dieser Gruppe wurde das Kind geboren.
Eine selektive Interpretation und selektives Zitieren durch Medien tut ein Übriges, um Emotionen zu wecken und den respektvollen, sachlichen Dialog zu erschweren.
Viele Zeitschriften griffen diese Schlussfolgerung unkritisch auf und berichteten, dass die überwiegende Mehrheit aller Frauen froh sei, abgetrieben zu haben.
Fünf Jahre nach der Abtreibung sei „Erleichterung“ die häufigste empfundene Emotion aller Teilnehmerinnen gewesen, die abgetrieben haben. Dieser Begriff lässt viele Interpretationen offen.