Diese Seite gehört zu Aktion Lebensrecht für alle e.V.Besuchen Sie die Hauptseite www.alfa-ev.de

Abtreibung

Fakten, Zahlen, Methoden

Mit bis zu 56,3 Millionen Abtreibungen (Fachzeitschrift „The Lancet“) weltweit in jedem Jahr ist die vorgeburtliche Kindstötung mit großem Abstand die häufigste Todesursache der Welt.

Bei einer Abtreibung (auch als Schwangerschaftsabbruch, induzierter Abort bezeichnet) wird einem Kind vor der Geburt absichtlich das Leben genommen. Dies ist ein unumkehrbarer Tötungsvorgang, weshalb Begriffe wie Schwangerschaftsunterbrechung oder Beendigung der Schwangerschaft nicht korrekt sind beziehungsweise nur einen Teil der Wahrheit wiedergeben. Sachlich korrekt ist zum Beispiel der Begriff vorgeburtliche Kindstötung.

Der Mensch mit all seinen einzigartigen Eigenschaften, seinem genetischen Code, mit seiner Individualität, seiner Haut- und Haarfarbe entsteht bei der Zeugung. Die verschleiernde Beschreibung einer Abtreibung als „Entfernen einer Fruchtblase“, „Absaugung eines Zellhaufens“ oder „Gebärmutterinhalts“ versucht, die Tatsache zu verbergen, dass es sich unabhängig von der Größe oder Entwicklung des Kindes von Anfang an um einen Menschen handelt.

Literatur zur Entwicklung des Kindes: „Tagebuch vor der Geburt“ (zur Zeit in Überarbeitung).

Die aktuelle Definition, dass Schwangerschaft erst mit der Einnistung beginnt, wurde in den 60er Jahren eingeführt. Noch 1963 wurde laut US-amerikanischem Department of Health, Education and Welfare folgende Definition ausgegeben: „....sämtliche Maßnahmen, welche die Lebensfähigkeit der Zygote zu jeder Zeit zwischen dem Augenblick der Befruchtung und der Beendigung der Geburt beeinträchtigen“ wurden als Abtreibung definiert.  (z.B. Seiler/Gieselmann, Die Anti-Baby-Pille: Verhütungs- und Abtreibungsmittel, S. 15).
Als Verhütungsmittel auf den Markt kamen, die eben nicht nur verhütend wirken, sondern auch zwischen der Zeugung des Menschen und der Einnistung in die Gebärmutter (so genannte interzeptive Wirkung), wären diese Mittel aufgrund dieser (auch) interzeptiven Wirkung unter Abtreibungsmittel gefallen. Es ist faktisch die früheste Form der Abtreibung, denn der Mensch ist bereits entstanden und auf dem Weg in die Gebärmutter, um sich dort einzunisten.
Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen und juristische Schwierigkeiten zu vermeiden (Abtreibung war zu dieser Zeit verboten), wurde der Begriff der Schwangerschaft etwa zwei Jahre später umdefiniert in „ab Einnistung“.

Im alten Babylon gab es bereits gesetzliche Regelungen zu einer absichtlich verursachten Fehlgeburt:
§ 209 Gesetzt, ein Mann hat eine Freigeborene geschlagen und hat bei ihr eine Fehlgeburt veranlasst, so wird er zehn Seqel Silber für den Fötus zahlen.


In Deutschland ist Abtreibung unter den Paragraphen 218 und 219 StGB (Strafgesetzbuch) geregelt. Sie ist nach wie vor grundsätzlich verboten. Unter bestimmten Voraussetzungen wird sie nicht bestraft (12-Wochen-Frist mit verpflichtender Beratung und Bedenkzeit). Spätabtreibungen aus bestimmten Gründen und Abtreibung nach einer Vergewaltigung werden gesondert geregelt. Sie sind teilweise bis zur Geburt möglich (so genannte medizinische Indikation beziehungsweise kriminologische Indikation).

Literatur: LebensForum 109 (Staat, wie hältst Du´s mit dem Lebensrecht?); LebensForum 103 („Umtausch ausgeschlossen“)

2016 lag die vom Statistischen Bundesamt (www.destatis.de unter Zahlen und Fakten/Gesundheit) veröffentlichte Zahl der Abtreibungen bei 98.721. Viele Abtreibungen sind jedoch darin nicht erfasst, denn die eigentlich vorliegende Meldepflicht wird nicht kontrolliert und anonym abgewickelt. Abtreibungen im Ausland werden ebensowenig erfasst wie unter anderen Kategorien abgerechnete Abtreibungen (z.B. Hormonbehandlung, Gebärmutterausschabung; siehe auch Pressemeldung der ALfA vom 10. März 2017).
Seriöse Schätzungen gehen von mindestens der doppelten Anzahl an Abtreibungen aus.


Die ALfA fordert seit vielen Jahren eine saubere und vollständige Statistik und eine umfassende Meldepflicht, um die Wirkung des Gesetzes tatsächlich prüfen zu können, wie es im Gesetz auch vorgesehen ist, und aus den Ergebnissen Maßnahmen zu ergreifen, um den Müttern in Not besser zu helfen und die Kinder besser zu schützen.

Literatur: LebensForum 103 (Zehn Millionen)

Die frühesten Methoden, um ein Kind abzutreiben, sind hormonelle Verhütungsmittel (die normale Verhütungs-Pille in selteneren Fällen, die Pille danach wegen der hohen Hormongabe deutlich öfter; beides ist statistisch schwer prüfbar, man geht von einer Prozentzahl von ca. 3 für die normale Pille und ca. 10 für die Pille danach aus). Die darin verwendeten Hormone, Gestagene und Östrogene in der normalen Pille und LNG (Levonorgestrel) und UPA (Ulipristalacetat) in der Pille danach, sorgen nicht nur für die Verzögerung oder Verhinderung des Eisprunges, sondern sie verlangsamen auch die Beweglichkeit der Eileiter und verhindern, dass sich die Gebärmutterschleimhaut für den Empfang eines Kindes aufbaut (deshalb ist zum Beispiel auch die Periode bei Einnahme oft deutlich schwächer oder fällt sogar ganz aus). Jahrzehntelang stand in allen medizinischen Lehrbüchern, dass LNG diese Wirkung hat – vor einiger Zeit wurde dies in vielen veröffentlichten Texten geändert, ohne dass der Stoff oder seine normale Dosierung sich in irgendeiner Weise geändert hätten. Für UPA existiert bisher keine Studie, die nachweist, dass der Stoff nicht frühabtreibend wirkt. Allein die Tatsache jedoch, dass man ihn bis zu 5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr einnehmen kann, spricht für die Wirkung auch nach der Zeugung.

Diese frühen Methoden fallen aufgrund der Umdefinition des Begriffes Schwangerschaft offiziell nicht unter die Rubrik Abtreibung (siehe oben) und tauchen daher auch nicht in der Statistik auf. Zur Zeit werden etwa 720.000 Packungen der Pille danach pro Jahr verkauft.

Wenn sich das Kind in der Gebärmutter eingenistet hat, gibt es eine pharmakologische Methode der Abtreibung mit der Abtreibungspille RU 486, verbunden mit der Einnahme von Prostaglandinen. Die RU 486 blockiert die Versorgung des Kindes durch ein Antiprogesteron, so dass das Kind stirbt. Die Prostaglandine sorgen dafür, dass das tote Kind ausgestoßen wird. Mit dieser Methode wurden im Jahr 2016 etwa 20.000 Kinder in Deutschland getötet.


Literatur:
Geschäft Abtreibung (A. Linder); Dr. med. Rudolf Ehmann: „Pille danach“; LebensForum 114 (Plötzlicher Stoffwechsel? Zu LNG); LebensForum 113 (Pille danach: Der Sturm bricht los; Notwendige Evaluierung – Stellungnahme der Bundesärztekammer zur Pille danach; Große Besorgnis – Stellungnahme von Gynäkologen); USA: LebensForum 109 (Ohne Grenzen); LebensForum 109 (Neues zur „Pille danach“)

Die häufigste Methode in Deutschland ist die sogenannte Vakuumaspiration (Saugmethode). Mit einem starken Saugdruck wird eine Kanüle in den Muttermund eingeführt, das Kind wird durch diesen Druck zerrissen und in Stücken herausgesaugt. Ca. 60.000 erfasste Abtreibungen in Deutschland erfolgen mit dieser Methode.

In manchen Ländern (z.B. Niederlande, Bangladesch) wird diese Methode sehr früh in der Schwangerschaft mit Hilfe eines MVA, eines manuellen Vakuumaspirators, durchgeführt. Er funktioniert ohne Strom mit starkem Unterdruck. Verschleiert wird dieser Vorgang durch den Begriff „Menstruationsregelung“.

Bei der Curettage wir die Gebärmutter ausgeschabt, das Kind wird vorher in Stücke geschnitten, damit es durch den Muttermund passt (ca. 13.000 Abtreibungen jährlich in Deutschland).

Mit Spätabtreibung bezeichnet man Abtreibungen ab der 13. Schwangerschaftswoche. In Deutschland ist die Spätabtreibung unter der Voraussetzung der „Unzumutbarkeit“ für die Mutter bis unmittelbar vor der normalen Geburt möglich. Statistisch werden in jedem Jahr einige Tausend solcher Kindestötungen erfasst.

Vor allem nach der 20. Woche sind die Kinder schon so groß, dass die Einleitung einer Geburt oder eines Kaiserschnitts erforderlich ist. Es werden künstlich Wehen ausgelöst, die das Kind austreiben. Viele Kinder sterben bei diesem unnatürlich eingeleiteten Geburtsvorgang. Manche aber überleben, wie zum Beispiel der Junge Tim, dessen Geschichte sehr bekannt geworden ist (www.tim-lebt.de). Da dies aber Kinder sind, die „nicht zum Leben bestimmt“ sind, werden sie zugedeckt in einer Schale in einen Nebenraum gelegt, wo man sie sterben lässt.

Um diese Situation zu verhindern, tötet man die Kinder vor Einleitung der Geburt, in Deutschland normalerweise durch eine Kalium-Chlorid-Spritze ins Herz. Früher spritzte man eine Salzlösung in das Fruchtwasser, die das Kind verätzte.

In anderen Ländern gibt es noch grausamere Methoden der vorgeburtlichen Kindestötung, darunter die sogenannte Teilgeburtsabtreibung (partial birth abortion) in den USA, die allerdings in vielen Bundesstaaten verboten wurde. Bei dieser Methode wird das Kind absichtlich mit den Füßen zuerst geboren. Bevor der Kopf geboren wird, stößt man eine Schere in das Genick des Kindes (damit es stirbt) und saugt das Gehirn ab (damit der Kopf leichter herauskommen kann).


Literatur: LebensForum 119 (Rezension zum Film 24 Wochen) 

Notlagen, kriminologische und medizinische Indikation

In den meisten Staaten wurde und wird die Abtreibung zunächst in der Regel in drei bestimmten Fällen zugelassen: Wenn das Leben der Mutter gefährdet ist, wenn das Kind nicht lebensfähig ist und bei Vergewaltigung.

Wenn eine Heilbehandlung der Mutter erforderlich ist, bei der möglicherweise das Kind stirbt, handelt es sich nicht um eine Abtreibung. Denn Ziel der Behandlung ist nicht die Tötung des Kindes, sondern die Heilung der Mutter. Dies wird in der Regel keiner Frau auf der Welt verweigert.

Ebenso ist es ethisch nicht als Abtreibung zu bewerten, wenn es sich um eine ektope Schwangerschaft handelt, das Kind sich also nicht in der Gebärmutter, sondern im Eileiter oder in der Bauchhöhle einnistet und im Alter von etwa sechs bis sieben Wochen sterben wird. Wenn die Mutter dies nicht rechtzeitig merkt, könnte auch sie durch Verbluten sterben.
Allerdings gibt es einige Fälle von Bauchhöhlenschwangerschaften, wo das Kind geboren wurde.

Auch diese Fälle sind glücklicherweise sehr selten, zum Beispiel bei Anenzephalie, wenn also das Gehirn nicht angelegt ist, oder bei Trisomie 18, bei der ein Kind oft nur wenige Tage lebt. Im Sinne des Kindes sollte man ihm jede Minute seines ohnehin kurzen Lebens gönnen, was aber natürlich für die Eltern sehr schwer zu entscheiden ist. Die Zeugnisse von Familien, die so gehandelt haben, sind sehr beeindruckend. Bedenkenswert ist auch, dass es erfahrungsgemäß im Nachhinein für Eltern leichter und tröstlicher ist zu wissen, dass das Kind gestorben ist, als mit dem Bewusstsein zu leben, dass sie sich, wenn auch aus wirklich schwerwiegenden Gründen, für eine absichtliche Tötung ihres Kindes entschieden haben.

Literatur: Ich nannte sie Nadine

Bei anderen, schwerwiegenden Behinderungen ist es ebenfalls selbstverständlich, für die Eltern Verständnis zu haben, die vielleicht über eine Abtreibung nachdenken. Wenn man aber darüber hinaus und weiterdenkt: Was, wenn ein vorher gesundes Kind mit vier Jahren einen Unfall hat und dann eine genauso schwerwiegende Behinderung hat? Was, wenn es nach zwei Jahren eine Behandlungsmethode gibt, mit der dem Kind hätte geholfen werden können? Wer entscheidet, welche Behinderungen und Krankheiten für die Betroffenen und die Angehörigen tragbar sind und welche nicht? Welche Folgen hat jede dieser individuellen und politischen Entscheidungen für die Gesellschaft und die Menschenwürde?

Eine Vergewaltigung ist für eine Frau ein schweres Trauma. Weder sie noch das dabei entstandene Kind sind für diese Gewalttat verantwortlich. Beide aber müssen die Folgen tragen. Eine Abtreibung beendet das Leben des unschuldigen Kindes und fügt der unschuldigen Mutter möglicherweise ein zweites Trauma hinzu, löst aber in keiner Weise das erste Trauma auf oder beseitigt es. Viele Frauen, die sich in dieser Situation befanden (darunter zum Beispiel Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Flucht) und sich gegen eine Abtreibung entschieden haben, bestätigen diese Erfahrung.

Wir plädieren auch aus diesen Gründen und Erfahrungen dieser Frauen heraus für die Adoption des Kindes als Ausweg, für umfassende Hilfe und Betreuung für die Mutter und für die konsequente Bekämpfung der Ursache dieses Konfliktes, nämlich für die Anzeige und Strafverfolgung der Täter sowie eine deutliche Strafverschärfung für Vergewaltiger. Zur Vermeidung von Vergewaltigungen fordern wir den gesellschaftlich und politisch verstärkt geförderten Respekt vor Frauen.

Einer Frau nach einer Vergewaltigung eine Abtreibung anzubieten, löst das eigentliche Problem nicht, nämlich die Verachtung von Frauen, die zu solchen Straftaten führt. Eine Politik, die lediglich Abtreibungen anbietet, statt die Ursachen zu bekämpfen, ist letztendlich frauenfeindlich.


Literatur z.B.: Rebecca Kiessling. Geschichte eines Mädchens, das durch Vergewaltigung gezeugt wurde

Die ALfA respektiert die Menschenwürde als oberstes Prinzip jeder Gesellschaftsordnung ohne jegliche Einschränkung und handelt danach. Jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Aufenthaltsort, Größe, Alter oder Zustand hat dieselbe ihm allein durch seine Existenz innewohnende Menschenwürde.
So steht es übrigens auch in der Kinderrechtskonvention, Artikel 6 („inherent right to life“).
Daraus ergibt sich, dass jeder Mensch das Recht auf sein Leben hat. Alle anderen Rechte sind dem untergeordnet und müssen es auch sein, denn sonst ist keine gerechte Gesellschaft möglich.


Ein Schwangerschaftskonflikt ist in diesem Sinne also nur lösbar, indem die Probleme der Mutter bewältigt werden, ohne dass ihr Kind dabei sterben und sie die Folgen tragen muss. Nur das ist im Sinne der im Grundgesetz verankerten Menschenwürde konsequent und gerecht.

Abtreibung kann daher weder erlaubt noch in der Gesellschaft akzeptiert und schon gar nicht als Frauenrecht verstanden werden.


Literatur:
Buch: Abtreibung – ein neues Menschenrecht? (Rezension in LebensForum 113: Erklärtes Rechtssubjekt: Der ungeborene Mensch); LebensForum 109 (Abtreibung und Liberalismus); LebensForum 103 (Abtreibung im Film)

Internationale Organisationen wollen Abtreibung als Frauenrecht etablieren und versuchen, sie überall „legal und sicher“ möglich zu machen.

Literatur: IPPF (International Planned Parenthood Federation, Dachverband von Pro Familia, www.ippf.org/our-approach/Services/Abortion).

Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Bestrebungen von Interessengruppen und bestimmten politischen Richtungen, alle Alternativen und Vereine, die sich für das Leben einsetzen, mundtot zu machen, öffentlich an den Pranger zu stellen oder sogar strafrechtlich zu verfolgen, wie ein neues Gesetz in Frankreich dies vorsieht.

Ein großes Thema wird die Gewissensfreiheit, also das Recht von Berufstätigen, zum Beispiel nicht an Abtreibungen, Euthanasie, PID mitwirken zu wollen.
Der Begriff „conscentious objection“ soll umbenannt werden in „dishonorable disobedience“, um den positiven Begriff des Gewissens abzuschaffen und diese Menschen zur Mitwirkung zu zwingen. Hintergrund ist unter anderem, dass sich in manchen Regionen immer mehr Menschen aus Gewissensgründen weigern, an diesen Handlungen mitzuwirken (z.B. 70 % der Frauenärztinnen und -ärzte in Südtirol).

Aktuell wird durch einen Gerichtsprozess in Gießen versucht, das Werbeverbot für Abtreibungen abzuschaffen (§ 219a StGB). Die Ärztin Kristina Hänel hatte auf Anfrage eine pdf-Datei verschickt, in der sie Informationen und ihre Adresse angab. Darin wird das Kind durchweg als „Schwangerschaftsgewebe“ und „Fruchtsack“ bezeichnet, Abtreibung als legal beschrieben und kein Hinweis auf mögliche Post Abortion Syndrom-Folgen für die Frau gegeben. Die Ärztin wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, jetzt liegt ein Gesetzentwurf der Partei Die Linke zur Abschaffung des § 219 a vor.
Pressemeldung der ALfA und des BVL.


Die ALfA tritt mit über 11.300 Mitgliedern schon seit Jahrzehnten für die Menschenrechte von der Zeugung bis zum Tod und für Schwangere in Not ein und werden dies auch weiterhin tun.

Immer mehr Menschen, die diese Entwicklung beobachten oder selbst betroffen sind, stehen auf und treten auch öffentlich für das Recht auf Leben aller Menschen ein. In vielen Staaten gibt es jedes Jahr eine große, zentrale Demonstration für das Leben, zum Beispiel in Washington, Paris, Brüssel, Wien, Zürich, Prag oder Berlin (siehe dazu auch unsere Kampagne Geh du für mich!).

Literatur:
Buch Abtreibung – ein neues Menschenrecht?; LebensForum 120 (Der Tod kommt frei Haus; Staatsdogma Abtreibung); LebensForum 121 (Medizinberufe unter Druck; Du sollst nicht töten); LebensForum 119 (Wichtiger Erfolg – zur Gehsteigberatung); LebensForum 113 (Dreckig, feige und gemein – Affäre Hollemann; Abtreibung als neues, grundlegendes Menschenrecht); LebensForum 103 (Verhütet Euch! – Bill-Gates-Stiftung etc.)
Literatur zu Europa: LebensForum110 (Drittklassige Bestattung; Sorgfältig austariert - Dokumentation); LebensForum 109 (Bürger verschaffen sich in Brüssel Gehör); LebensForum 108 (Schwerwiegende Fehlinformationen); LebensForum 107 (Der Embryo: Einer von uns)
LebensForum 121 (Das Leben lieben); LebensForum 119 (Atemlos durch Berlin); LebensForum 116 (Der Marsch in den Medien); LebensForum 114 (Frauen verdienen Besseres, Abby Johnson); LebensForum 111 (Gegen Euthanasie und Abtreibung); LebensForum 108 („Da gehen ja Hinz und Kunz mit“)

Die Abtreibungsgesetzgebung weltweit ist sehr unterschiedlich und reicht von vollständigem Verbot über heimliche Abtreibungen bis zu vollständiger Legalisierung.
Einige Neuheiten aus dem Ausland:

Chile, eines der letzten Länder, in denen Abtreibung nicht erlaubt war, hat dieses Gesetz mit knapper Mehrheit geändert. Dazu muss man wissen, dass die Legalisierung der Abtreibung im Falle von Vergewaltigung einen bitteren Beigeschmack hat: Denn Chile steht beim Missbrauch junger Mädchen weltweit an dritter Stelle. Auch hier werden die schwerwiegenden Folgen frauenverachtender Gewalt den Frauen und ihren Kindern zugeschoben.

Literatur: LebensForum 121 (Chile erlaubt Abtreibung)

Ähnliches geschah vor einigen Jahren in Irland. In Irland gibt es im nächsten Jahr eine Volksabstimmung über die weitere Regelung des Abtreibungsgesetzes.

Literatur: LebensForum 107 (Irland erlaubt Abtreibung)

In anderen Staaten, zum Beispiel Russland, das erste Land, in dem die Abtreibung (1922) freigegeben wurde, bemerkt man massive Auswirkungen auf die Bevölkerung: Die Abtreibungsrate ist sehr hoch, die vorgeburtliche Kindstötung wird als normale „Familienplanungsmethode“ genutzt. Die Gesellschaft verroht zunehmend, was auch an dieser Einstellung liegen kann: Wenn der Mensch vor der Geburt nichts wert und frei verfügbar ist, sinkt auch der Respekt vor dem Menschen als solchem. Inzwischen gibt es viele Kampagnen, um diese Entwicklung zu stoppen.

Literatur: LebensForum 121 (Kein X für ein U); LebensForum 108 (Wladimir und die Kinder)

Auch in Polen stehen sich Vertreter des Rechts auf Leben und deren Gegner in stetiger Debatte gegenüber.

Literatur: LebensForum 118 (Geht´s noch?)

Zur Entwicklung in Spanien: LebensForum 111 (Außer Spesen nichts gewesen?)

Literatur: LebensForum 108 (Schreibt Spanien Rechtsgeschichte?)

Großbritannien verzeichnet immer mehr Abtreibungen, in den Einwandererfamilien zum Beispiel aus Pakistan vor allem geschlechtsselektive Abtreibungen, das heißt, Mädchen dürfen allein aufgrund ihres Geschlechts nicht auf die Welt kommen: LebensForum 110 (Abtreibung als Mittel der Familienplanung)

In den USA dagegen ist seit längerem eine Trendwende zu erkennen. Die Bevölkerung wird zunehmend pro life, die aktuelle republikanische Regierung trifft entsprechende Beschlüsse und auch die Demokraten beginnen, über die zu beobachtenden Entwicklungen nachzudenken. Abtreibungseinrichtungen müssen schließen, Planned Parenthood, Betreiberin der meisten derartigen Einrichtungen, hat abgetriebene Kinder „gegen Gebühr“ an Forschungs- und andere Einrichtungen weitergegeben.


Literatur:
Buch Lebenslinie – warum ich keine Abtreibungsklinik mehr leite (Abby Johnson); LebensForum 121 (Wird Lebensschutz wieder groß?); LebensForum 107 (Abtreibungskliniken müssen schließen; ALfA-Pressemeldung Januar 2017: ALfA begrüßt pro-life-Entscheidungen)

Texte: Alexandra M. Linder