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Auf dem Lebensrechts-Forum des TCLG

Auf dem Lebensrechts-Forum des TCLG

Das Herbsttreffen der christlichen Lebensrechts-Gruppen fand dieses Jahr unter dem Motto „Auf dem Weg in eine Gesellschaft ohne Abtreibung und Euthanasie?“ statt.

Dabei stand im Mittelpunkt die Frage, wie man gemeinsam in Richtung einer solchen Gesellschaft zusteuern könne. Eine schwierige Frage und ein komplexes Thema – neugierig wartete ich auf die angekündigten Beiträge dazu.

Alexandra Linder (AlfA) hielt den ersten Vortrag, in welchem sie uns einen Einblick gab, wie Schwangerschaftsberatung im 21. Jahrhundert aussieht. Dabei appellierte sie an uns alle, das Netzwerk der Lebensrechtgruppen auszubauen, Präsenz zu zeigen und mit Gelassenheit und Humor das Lebensrecht zu vertreten.
Auch Prof. Dr. Paul Cullen (Ärzte für das Leben) sprach in diesem Zusammenhang vom „Risus et Bellum“ der Lebensschutzbewegung. Man solle sozusagen lachend für das Leben kämpfen. In seiner Rede rief er unter anderem dazu auf, den Lebensschutz mit mehr „Glitzer und Glamour“ zu vertreten. Die Lebensrecht-Gruppen müssten kreativ werden, um Veränderungen bewirken zu können.
Martin Leupold (Weißes Kreuz) behandelte in seinem Vortrag die Frage, wie unser lebens- und sexualethischer Auftrag aus christlicher Sicht aussieht. Gibt es Situationen, in denen ein Handeln gegen das menschliche Leben gerechtfertigt wäre? Und wie vermittelt man eigentlich christliche Werte in einem Land mit ungefähr einem Drittel Konfessionslosen?

Am Nachmittag ging Gerhard Steier (KALEB) der Frage nach, ob der Marsch für das Leben überhaupt noch zeitgemäß sei. Es wurde jedoch schnell klar: Solange es keine bessere Alternative zum Marsch gibt, ist er der beste Weg, um möglichst viele Menschen auf den Lebensschutz aufmerksam zu machen. In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurden erneut alle Themen des Tages aufgegriffen. Hier ging es noch einmal um die zentrale Frage, wie man sich gemeinsam für eine Gesellschaft ohne Abtreibung und Euthanasie stark machen könne. Bei Kaffee und Kuchen wurde dann noch ein Blick auf die Lebensrechtbewegung Polens geworfen, bevor sich das Treffen langsam dem Ende zuneigte.

Für mich persönlich war das Herbstforum eine rundum gelungene Veranstaltung mit spannenden Vorträgen, interessanten Diskussionen und der wunderbaren Möglichkeit, mit anderen Lebensrechtgruppen ins Gespräch zu kommen. Dabei war die Stimmung trotz manch ernster Themen stets positiv - daran konnten auch Gegendemonstranten vor dem Gebäude nichts ändern.

Um mit Hartmut Steebs (Leiter des TCLG) Worten zu enden: „Wer sich im Lebensschutz organisiert, braucht einen langen Atem. Also lasst uns alle Marathonläufer sein.“

(Theresa Fecher)

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