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Marsch für das Leben 2016 in Brüssel

Gemeinsam für das Leben

Am Wochenende vom 15.-17. April 2016 startete eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener der Aktion Lebensrecht für alle (ALfA) sowie der Christdemokraten für das Leben (CDL) von Köln aus zum alljährlich stattfindenden „Marche pour la Vie“, dem belgischen Pendant des Marsches für das Leben, in der Hauptstadt Brüssel. Zu Gast bei einer Familie, die einen wesentlichen Teil zur Organisation des Marsches beigetragen hat, sowie in den Räumlichkeiten eines naheliegenden Klosters, verbrachte die Gruppe eine intensive Zeit, die sicherlich nicht schnell in Vergessenheit geraten wird.

Am Vortag des größten Pro-Life-Ereignisses in Belgien bekamen die deutschen Besucher die Gelegenheit Vertreter gemeinnütziger Nicht-Regierungs-Organisationen wie ADF International oder der Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE), kennenzulernen. Beide NROs bieten politische und rechtliche Unterstützung zu Themen des Lebensschutzes, der Familienpolitik und der Religionsfreiheit an. Zudem leisten sie auch im Europäischen Parlament in Brüssel wichtige Informations- und Vernetzungsarbeit. Viele Themen wurden im Gespräch mit Sophia Kuby, der Direktorin des Brüsseler Büros von ADF International, und den anderen Vertretern gestreift: Von der allgemeinen Vorstellung der Arbeit der Organisationen bis hin zu konkreten Fällen boten sie einen Überblick über ihre facettenreiche und eindrucksvolle Tätigkeit und machten deutlich, dass man selbst mit einer im Vergleich zu anderen NROs überschaubaren Anzahl von Mitarbeitern Beachtliches bewirken kann.

„Small things matter“, meinte Tanguy Bocquet, Gründer der „Lundis de bioéthique“, einer Initiative, die junge Leute in bioethischen Themen ausbildet. Er rief die anwesenden Jugendlichen dazu auf, sich in den Aufgaben, die bei jedem einzelnen von ihnen anstehen, auszuzeichnen und hartnäckig zu sein. Die Pro-Life-Bewegung hat nicht selten Gegenwind, doch solle man sich nicht entmutigen lassen. Letzteres verdeutlichte Xavier Lombard, Blogger zu Euthanasie und Leihmutterschaft in Belgien, an eigenen Erfahrungen: Er und sein Team schreiben Artikel zu bioethischen Themen. Da ihre Artikel anfangs von den Zeitungen nicht abgedruckt wurden, kamen sie auf die Idee, jeden abgelehnten Beitrag auf ihrem Blog zu veröffentlichen. So wuchs nach und nach die Leserschaft und die Veröffentlichungen in den Zeitungen ließen nicht lange auf sich warten. Zu einer ausdauernden und überzeugten Haltung komme es zudem stets auf die Art an, mit der man über Themen des Lebensschutzes kommuniziere. Es gehe in erster Linie darum neue Wege zu finden, die Argumente für das Recht auf Leben auf nachvollziehbare Weise zu erklären. Bei der darauffolgenden Sightseeing-Tour durch Brüssel, bei der die Gruppe von Sophia Kuby (ADF International) und Tina Mercep (Konrad-Adenauer-Stiftung) zu sehenswerten Orten wie dem EU-Parlament, dem Palais Royal oder dem Café des Chocolatiers Laurent Gerbaud geführt wurden, brachen Austausch und Diskussionen nicht ab.

Am Sonntag fand schließlich der Marsch für das Leben durch die Brüsseler City statt, bei dem die Gruppe aus Deutschland nicht nur teilnahm, sondern bereits bei den Vorbereitungen mithalf. „L’avortement arrête un cœur et en brise un autre“, „Abtreibung stoppt ein Herz und bricht ein weiteres“ stand groß auf einem der Banner, welcher von Mitgliedern der Jeunes Pour La Vie, einer Gruppe junger belgischer Lebensrechtler, getragen wurde. Insgesamt nahmen an diesem Tag nach Angaben der Veranstalter rund 2000 Personen am belgischen Marsch für das Leben teil und setzten sich so gemeinsam für das Lebensrecht aller Menschen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein. Als nach dem Schluss-Countdown die weißen Luftballons der Marsch-Teilnehmer gen Himmel flogen, neigte sich auch diese Reise langsam ihrem Ende.

(Alexandra Jerominek)

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