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Bundestagsabstimmung zum assistierten Suizid

Bundestagsabstimmung zum assistierten Suizid

Im November vergangenen Jahres stimmte der deutsche Bundestag über mehrere Gesetzentwürfe zur Regelung des assistierten Suizids ab. Daran dürften sich die Meisten noch gut erinnern, denn das Thema war in den Medien durchaus präsent. Zudem wurde gerade im Bereich des Lebensschutzes im Vorfeld viel darüber gesprochen und dazu ermutigt, Einfluss auf die Politiker zu nehmen. Zur Auswahl standen vier verschiedene Gesetzesentwürfe von parteiübergreifenden Abgeordnetengruppen. Für überzeugte Lebensschützer war klar, dass nur ein Gesetzentwurf infrage kommt und zwar der von den Abgeordneten Sensburg, Dörflinger und Hüppe. Dieser hätte den assistierten Suizid generell verboten. Bereits bei der zweiten Lesung im Bundestag war der Entwurf von Brand, Griese, Vogler und Terpe favorisiert und am Ende wurde dieser auch angenommen. Leider stellte sich heraus, dass der Entwurf von Sensburg & Co. keine echte Chance hatte. Mehr Stimmen hatte der schlechtere Entwurf, der den assistierten Suizid auch gewerbsmäßig erlaubt hätte. So war dann auch die vorherrschende Reaktion vieler konservativer Politiker und Kirchenvertreter Erleichterung darüber, dass dieser sich nicht durchsetzte. Das ist verständlich und nachvollziehbar, wenn man die Abstimmungsergebnisse betrachtet.
Als Lebensschützer kann man mit dem Ergebnis allerdings nicht zufrieden sein und sollte das auch sagen. Es bleibt zu hoffen, dass sich noch einmal die Möglichkeit ergibt die Gesetzeslage zum Positiven zu verändern. Auch wenn es in der jetzigen Situation unwahrscheinlich ist und das Thema so bald nicht wieder angepackt werden wird: Die Hoffnung nicht aufgeben!

(Stefan Hilden)

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